21.03.2013

Mitte Januar 2013, kurz nachdem die erneute Verschiebung (auf unbestimmte Zeit) bekannt gemacht wurde, begab sich ein Filmteam der ZDF-Sendereihe „zoom“ auf Spurensuche im fast fertigen neuen Berliner Flughafen BER. Die Filmemacher zeichnen die Geschichte dieser historisch nahezu einmaligen Planungskatastrophe nach und lassen Flughafenmitarbeiter, Baufirmen, Gutachter, Flughafen-Mieter und natürlich auch die Planer zu Wort kommen. Sehr sehenswert.

Screenshot: Der Dokumentarfilm in der Mediathek des ZDF

Screenshot: Der Dokumentarfilm in der Mediathek des ZDF

Die Dokumentation zeigt bedrückende Bilder von der fast brachliegenden Baustelle. Kabeltrassen wurden zu klein dimensioniert, IT-Leitungen liegen nicht dort, wo sie hingehören, ganze Parkhäuser haben keine gutachterliche Freigabe. In einem zukünftigen Schnellrestaurant trifft das Filmteam einen der Flughafen-Mieter, einen Gastronom, dessen fabrikneue Einbauten und Geräte vor sich hin verstauben. Das Ausmaß der Katastrophe wird an solchen – vermeintlich „kleinen“ – Details besonders nachvollziehbar.

Auf zdf.de wird der Beitrag wie so angekündigt: „Eigentlich sollte es ein Flughafen werden, entstanden ist aber Deutschlands peinlichste Baustelle. Mittlerweile will niemand mehr sagen, wann das Prestigeobjekt jemals in Betrieb genommen wird. Am Anfang glaubte man noch, vermeintliche Baufehler, zum Beispiel beim Brandschutz, schnell beheben zu können. Inzwischen spricht Baustellenchef Horst Amann gegenüber ZDFzoom aber sogar offen über einen möglichen Rückbau. …“

Zum Video auf zdf.de »

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