Baustellenbesuch in Selsingen (Landkreis Rotenburg in Niedersachsen): Hier wurde 2025 der Rohbau eines Bürogebäudes weitgehend im 3D-Druck errichtet.
Matthäi Schlüsselfertigbau baut dort in Zusammenarbeit mit dem Schalungs- und Gerüstspezialisten PERI ein zweigeschossiges Gebäude mit einer Höhe von 7,40 m auf einer Grundfläche von 22,50 m x 13,50 m.
Die Wände werden schichtweise von einem Portal-3D-Drucker aus Beton gefertigt (Fundament, Decken und Dach des Bürogebäudes entstehen weiterhin in konventioneller Bauweise).
3D-Druck am Bau: Ablauf, Technik und Vorteile im Überblick
Das Verfahren beginnt mit der dreidimensionalen CAD-Planung des Gebäudes, aus der im nächsten Schritt die Druckdaten generiert werden.
Anschließend trägt der Portal-3D-Drucker den Beton in exakt kalkulierten Schichten auf – statisch optimiert und materialschonend. Auch die körperliche Arbeit auf der Baustelle wird deutlich reduziert.
Für das gesamte Gebäude wurden rund 100 Druckstunden veranschlagt; ein Quadratmeter Wand lässt sich in nur fünf Minuten herstellen. Laut Video genügen zwei Personen für den Betrieb: eine für die Tablet-Steuerung, eine für die Qualitätskontrolle.
Für die Branche ist das Projekt aus mehreren Gründen relevant: Gegenüber klassischen Methoden sinken Baukosten und Personalaufwand spürbar – Argumente, die angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels im Baugewerbe an Gewicht gewinnt.



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