Netze sichern die Abdichtungsplatten auf dem Dach, rund um das Gebäude sind Bereiche abgesperrt, weil Fassadenteile herunterfallen können: Der Beitrag der „Abendschau“ auf dem Youtube-Kanal BR24 beginnt mit dem Zustand des fast 60 Jahre alten Arabellahauses in München-Bogenhausen. Lange galt der Abriss als unumgänglich. Nun kündigt die Eigentümergesellschaft an, das Hochhaus zu sanieren und zu modernisieren – im Kern bleibt es bestehen.
Sanierung statt Abriss: neue Raumschichten am Bestand
Zwei Argumente nennen die Geschäftsführer im Video: Der Statik sei mehr zuzutrauen als früher angenommen, und der Erhalt spare das CO2 ein, das ein Neubau verursacht hätte. Architekt Andreas Hild will die alten Fassaden abtragen und zusätzliche Raumschichten an das Bestandsgebäude andocken. Dort entsteht Platz für Haustechnik, energiesparende Fassaden und veränderte Grundrisse; Wohnungen lassen sich zusammenlegen. Hinzu kommen ein quadratischer Durchblick und eine außenliegende Rolltreppe, die das Dach erschließt.
Die Planung steckt in der Vorentwurfsphase, ob das alte Fassadendesign eins zu eins zurückkehrt, ist offen. Die Mieter müssen bis 2030 ausziehen, Ende 2034 soll das Haus wieder bewohnbar sein – dann mit einer öffentlich zugänglichen Dachterrasse. Als kompakter Einstieg in die Frage, ab wann sich Bauen im Bestand auch bei einem Großobjekt rechnet, halte ich den Beitrag für sehenswert.
02:34 min, deutsch, via Youtube



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