Anfang 2007 pachtete Dimitri Hegemann vom Berliner Club “Tresor” das leer stehende Kraftwerk Berlin-Mitte, siehe auch modem-berlin.de.

Auf der Suche nach einem Nutzungskonzept kam ein Kontakt zu den Professoren Alexander Richter und Yadegar Asisi von der Technischen Fachhochschule Berlin zustande. Der oben eingebettete Film ist ein Ergebnis der daraus entstandenen Kooperation, eine Entwurfsarbeit von Emanuel Weu.

02:23 min, ohne Kommentar, via YouTube

Über seinen Entwurf schreibt Emanuel Weu:

Ausgangspunkt für meine städtebaulichen Überlegungen war die Unauffälligkeit des Gebäudes im Stadtraum trotz seiner enormen Ausmaße. Die Schlussfolgerung für mich war, dass der Stadtraum um das Gebäude neu strukturiert werden muss, um dem Gebäude die nötige Fassung zu geben und es entsprechend seiner neuen Funktion würdig zu inszenieren. Das Gebäude richtet sich nach meinem Entwurf längs zum neu gestalteten Platz aus. Von hier aus erfolgt auch die Erschließung.

Der Eingang wird bestimmt durch den Wasserfall, der sich in den Platz ergießt und dort seine Ruhe findet. Entwurfsgedanke dabei war es, die Kraft und Energie die in dem Gebäude steckt, nach außen zu bringen. Auf dem Platz entsteht eine Sogwirkung bei der der Besucher in das Gebäude hinein gezogen wird.

Das Gebäude selbst ist in drei Teile aufgeteilt. Im mittleren Teil befindet sich die Erschließung und sogleich die kommunikative Zone. Der nördliche Teil wird in zwei Funktionen geteilt. Ab Ebene 8 Meter eine Bibliothek und in den obersten zwei Geschossen der Kunstbereich. Im südlichen Seitenschiff wurde ein Palmengarten (Lesegarten für die Bibliothek) installiert. Das Zusammenspiel von Architektur zu Wasser und Natur soll den Innenraum neu beleben und ihm zu gleich eine innere Ruhe geben.

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