Im Heilbronner Neckarbogen entsteht ein Referenzprojekt für klimagerechtes Bauen, gefördert durch die Holzbau-Offensive Baden-Württemberg. Das Stadtquartier trägt die Auszeichnung „European Green Capital 2027“.

Die Stadt setzt dabei konsequent auf Holz als primären Baustoff. Im zweiten Bauabschnitt werden 19 der 28 Gebäude in Holzhybridbauweise errichtet – ein klares Signal in Richtung des selbst gesteckten Ziels: Klimaneutralität bis 2035.

Der Einsatz von Holz ersetzt energieintensive Materialien wie Stahl und Beton, bindet langfristig CO₂ und verbessert das Raumklima der Wohngebäude.

Holz als Hightech-Baustoff: Vorfertigung, Brandschutz und regionale Wertschöpfung

Vorgefertigte Wandelemente werden unter kontrollierten Bedingungen inklusive Fenster, Rollläden und Fassadenverkleidung produziert – wetterunabhängig, präzise und mit deutlich weniger Mängeln als auf konventionellen Baustellen.

Das geringe Eigengewicht der Holzelemente erleichtert Transport und Montage vor Ort, verkürzt Bauzeiten und senkt den Lärmpegel. Im Brandschutz hat Holzbau mittlerweile zu konventioneller Bauweise aufgeschlossen.

Deutschlands erstes und seinerzeit höchstes Holzhochhaus, das Gaio im Neckarbogen, gilt heute als nationales Referenzprojekt (Fertigstellung: 2018, DGNB-Zertifizierung 2019) und Beleg für die bauliche Reife des Werkstoffs.

Die Holzbau-Offensive des Landes Baden-Württemberg zeigt, wie regionaler Rohstoff, nachhaltige Forstwirtschaft und innovative Baupraxis zusammenwirken: In deutschen Wäldern wächst jährlich fast doppelt so viel Holz nach, wie entnommen wird – eine skalierbare Rohstoffbasis für die Bauwende.

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