Sozialer Wohnungsbau hat ein Imageproblem – zumindest in Brüssel, wo das Wohnen im Mehrfamilienhaus traditionell skeptisch betrachtet wird. Ein Wohnquartier in der belgischen Hauptstadt zeigt, dass es auch anders geht.
Das Büro Bob 361 Architects hat eine Anlage mit 35 Sozialwohnungen und 24 Wohneinheiten für mittlere Einkommen entworfen, die konsequent auf Passivhausstandard setzt und räumliche Qualität mit urbanistischer Dichte verbindet.
Der YouTube-Kanal “Stripping Architecture” dokumentiert das Projekt in einem 23-minütigen Rundgang und analysiert Architektur, Freiraumgestaltung und soziale Nutzbarkeit.
Offene Höfe statt Zäune: Wie “pro-soziale” Architektur Gemeinschaft stiftet
Stadtplanerisch überzeugt das Quartier durch eine offene Hoffigur, die Verdichtung mit Aufenthaltsqualität verbindet. Bewusst verzichtet der Entwurf auf Tore und Barrieren und schafft stattdessen gemeinschaftliche Gärten mit Urban Farming, überdachte Sitzplätze sowie großzügige Terrassen für alle Wohneinheiten.
Außenliegende Laubengänge verbinden die Wohnungen und fördern soziale Interaktion. Drei differenziert gestaltete Eingänge gliedern das Quartier und machen es barrierefrei zugänglich.
Das Format von “Stripping Architecture” (“New Housing Trends and Grumpy Architects” 😅) macht die Analyse anschaulich, unterhaltsam und deckt reale Nutzungskonflikte auf: von fehlenden Parkplätzen über Sicherheitsbedenken bis hin zu Fragen der Pflege und Nachhaltigkeit. Sehr sehenswert!!
23:08 min, englisch, via Youtube



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