Das Video begleitet einen der aufwendigsten Brückentransporte, den Hamburg bisher gesehen hat. Der Youtube-Kanal ZDFheute Nachrichten zeigt, wie die neue Sternbrücke als fertig montierter Stahlbogen durch das dicht bebaute Schanzenviertel rollt.
Laut Video wiegt der Koloss 3.700 Tonnen und legte knapp 500 Meter im Schritttempo zurück – von der Brammerfläche bis zur Kreuzung Stresemannstraße/Max-Brauer-Allee.
Zuvor musste die alte Brücke weichen. Fast 100 Jahre lag sie über den Gleisen, ausgelegt war sie aber nie für den heutigen Verkehr. Rund 900 Regional- und Fernzüge rollten zuletzt täglich darüber, künftig sollen es etwa 1.000 sein. Ein Spezialteam zerlegte das rund 900 Tonnen schwere Bauwerk in drei Tagen in transportfähige Segmente.
Die neue Sternbrücke Hamburg: Stabbogen mit 108 Metern Spannweite
Der Neubau ist eine 108 Meter lange Stabbogenbrücke, transportiert auf Modulen einer niederländischen Spezialfirma. Sie überspannt später zwei Straßen und Freizeitflächen und bekommt eine eigene LED-Beleuchtung.
Unumstritten war das Projekt nicht: Anwohner und der Denkmalverein Hamburg klagten laut Video jahrelang gegen die Größe des Neubaus und für den Erhalt der alten Brücke, auch wegen der Musikclubs darunter – ohne Erfolg.
Wer sich für Infrastruktur und Brücken interessiert, bekommt hier einen anschaulichen Eindruck vom Aufwand solcher Großprojekte. Ich halte das Video für sehenswert.
08:45 min, deutsch, via Youtube



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