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02.12.2018

Die neue Altstadt in Frankfurt am Main hat heftige Kontroversen ausgelöst: Handelt es sich um „Kitsch pur“? Kulissenzauber? Museale Verschnarchtheit? 200 Millionen Euro Steuergeld hat die hessische Großstadt hier in das eigene Stadtzentrum investiert.

15 der insgesamt 35 Häuser halten sich eng an das historische Vorbild, bis hin zu Originalfragmenten aus dem Mittelalter. Die Häuser sind höchst individuell, keines gleicht dem anderen. Die restlichen 20 wurden neu interpretiert und fügen sich in das Gesamtbild ein.

„Teure Fake-Ästhetik, mehr nicht“ (Architekturtheoretiker Philipp Oswalt)

Während die Kamera über die Fassaden gleitet und unterschiedliche Perspektiven gewährt, kommen im Beitrag der ARD-Sendung Titel Thesen Temperamente vom Sommer 2018 namhafte Architekten zu Wort, darunter Jürgen Engel. Er sieht in der historistischen Rekonstruktion ein falsches Signal: „Es zeugt von einer inneren Angst. Es zeugt davon, dass wir nicht an die Zukunft glauben.“

06:31 min, deutsch, via Youtube

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