Am Münchner Hauptbahnhof findet gerade – bei laufendem Betrieb mit ca. 450.000 Nutzenden täglich – ein gigantischer Umbau statt. Der Youtuber Cato hat die Baustelle im Sommer 2025 besucht und konnte die Arbeiten umfangreich dokumentieren.  

Für normale Bahnreisende relativ unsichtbar, entsteht hier momentan eine der modernsten Bahnhofsanlagen Europas.

Mit dabei: Eine großzügige Empfangshalle, ein 69 Meter hohes Hochhaus am Starnberger Flügelbahnhof und eine spektakuläre unterirdische Baugrube, die bis zu 45 Meter tief in den Münchner Untergrund reicht.

Das Architekturbüro Auer Weber, das bereits 2006 den Wettbewerb gewann, setzt auf offene, lichtdurchflutete Räume und eine klare Formensprache. Die denkmalgeschützte Gleishalle aus den 1950er Jahren bleibt erhalten und wird von den neuen Gebäuden ringförmig umfasst.

Zugang zur zweiten S-Bahn-Stammstrecke entsteht tief unter der Erde

Herzstück des Projekts ist der sogenannte Nukleus – ein bis zu 40 Meter tiefer Canyon mit Rolltreppen und Aufzügen, der den neuen unterirdischen Bahnhof der zweiten S-Bahn-Stammstrecke mit der Oberfläche verbindet.

Von oben blicken Reisende später bis in die Tiefe, von unten sehen sie das Tageslicht – eine bewusste Maßnahme gegen Angsträume und für bessere Orientierung. Die zweite Stammstrecke soll ab 2035-2037 den seit Jahrzehnten überlasteten Nahverkehr spürbar entlasten.

Gebaut wird mit dem Schlitzwandverfahren – eine der aufwendigsten Methoden für innerstädtische Tiefbaugruben. Besondere Herausforderung: Die Baugrube liegt direkt neben den U-Bahn-Tunneln, die während der gesamten Bauzeit in Betrieb bleiben müssen.

30:23 min, deutsch, via Youtube

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